Von der Medizin zur Kunst – eine neue Lebensphase

Die Geschichte hinter Elvira Artworks

Von der Ärztin zur Malerin – eine neue Lebensphase

Viele Jahre lang habe ich Menschen als Ärztin begleitet. Doch die Kunst und Malerei waren immer da – ein tiefes Bedürfnis für das kreative Erschaffen, das seit Jahrzehnten ein Teil von mir ist. Zwischen Beruf und Alltag konnte ich diesem Bedürfnis nicht gerecht werden. Ich entschied mich, mir die Zeit durch den beruflichen Wechsel zu schaffen.

Schon mit zwölf Jahren habe ich mir die Frage gestellt, die mich seitdem nie wieder losgelassen hat: Was will ich in diesem Leben eigentlich erreichen? Meine Antwort war: etwas Ehrliches hinterlassen, das andere Menschen berührt, bewegt und Bedeutung erschafft. Etwas, das mich überdauert. Nicht zwangsläufig etwas Schönes.

Ein Großteil meiner Werke sind großformatige Acrylgemälde. Ich lege mich dabei bewusst auf keine Richtung oder einen bestimmten Untergrund fest – ein Bild kann aus den verschiedensten Erlebnissen entstehen und auf ganz unterschiedlichen Materialien einen ganz anderen Charakter entwickeln. Auf einer Leinwand, Wand oder Hausfassade kann es in zwei Dimensionen sprechen, fließen und sichtbar werden. Auf Treibholz, einem Auto, Steinen oder anderen Materialien kann es hingegen auch in einer dritten Dimension wirken und begreifbar werden. Jedes Werk ist für mich eine Möglichkeit, Rollen und Erwartungen abzustreifen und mich selbst neu zu entdecken. Deshalb ist für mich die Freiheit, zu spielen, zu experimentieren und Grenzen zu hinterfragen und aufzulösen, ein wesentlicher Grundbaustein meiner Arbeit. Und die Werke dürfen Teil einer Landkarte aus Erinnerungen, Gefühlen und Momenten sein, die noch gelebt werden wollen.

Selten beginnt ein Werk mit einer konkreten Vorstellung. Es beginnt mit einer Stimmung, einem inneren Wunsch nach Ausdrucksmöglichkeit und der Sehnsucht nach einer Farbe, einer Spannung, die gesehen werden will. Bei meinen Werken ist das intensivierte Herausarbeiten von erlebten Details, die im Alltag oft untergehen, ein zentraler Punkt. Dabei kann zum Beispiel ein Lichtstrahl, der sich in einem Moment in Wassertropfen in alle Farbfacetten des Regenbogens bricht, zum Zentrum der Arbeit werden. Von dort aus folge ich dem Malprozess intuitiv, Schicht für Schicht, bis das Werk seinen eigenen Charakter enthüllt. Das Fließen- und Spritzenlassen der Farben wird dabei zum Werkzeug, die Kontrolle abzugeben – an die Leinwand, an die Schwerkraft, an das Medium selbst. Das ist für mich mehr als eine Technik: Es ist dieselbe Bewegung, die auch mein Leben zunehmend trägt – loslassen und dem Prozess vertrauen. Das Loslassen der Vorstellung von Kontrolle schafft Raum für Entwicklungen, die ich allein nie hätte planen und erschaffen können.

Auch der Betrachter hat für mich eine wesentliche Bedeutung – als empfangender Teil des Werks. Im Moment des Wahrnehmens und Interpretierens, besonders bei den abstrakten Arbeiten, eröffnet der Betrachter dem Bild einen eigenen Raum zum Wirken, in dem völlig unterschiedliche Deutungen entstehen können. Genau das fasziniert mich an der Abstraktion am meisten.

Entdecken Sie meine Werke

Jedes Bild erzählt seine eigene Geschichte – vom ersten Farbimpuls bis zum fertigen Werk. Schauen Sie sich um und lassen Sie sich von der Vielfalt meiner Arbeiten inspirieren.

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